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Afghanischer Windhund

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Windhund. Die Gesamterscheinung des Hundes soll Eleganz, Stolz und Würde zum Ausdruck bringen, aber auch die Kraft und die Schnelligkeit der Rasse erahnen lassen. Der Schädel ist lang und nicht zu schmal und weist einen langen Haarschopf auf. Für den eleganten und leicht federnden Gang achten die Züchter auf eine entsprechende Geometrie der Gliedmaßen. Das lange und seidige Fell darf alle Farben aufweisen, wobei die Farben Rot, Creme, Silber, Schwarz, Schwarzbraun, Silber-schwarz, Blau, elfenbeinfarben und Domino am häufigsten vorkommen. Kopf mit und ohne schwarzer oder blauer Maske.

Widerristhöhe:

Rüden: 68-74 cm, Hündinnen: 63-69 cm

Gewicht:

20 - 30 kg

Allgemeines Erscheinungsbild:

Der Afghanische Windhund vermittelt den Eindruck von Stärke und Würde, dabei Schnelligkeit und Kraft in sich vereinigend. Der Kopf wird stolz erhoben getragen.

VERHALTEN/CHARAKTER (WESEN):

Der Afghanische Windund war in seiner Heimat ein Einzeljäger. Sicher erklärt sich daraus ein gewisser Grad der Unabhängigkeit in seinem Charakter, der ihm bis heute erhalten geblieben ist und der es manchmal schwer macht, ihn zum Gehorsam zu erziehen. Zwar lernt der Afghanische Windhund mit Liebe, Geduld, Konsequenz und gelegentlicher Strenge, in Haus und Garten einigermaßen zu gehorchen, aber auf das erste oder zweite Wort hingegen wird er selten das tun, was Menschen von ihm wollen, es sei denn, dass sich das gerade mit seinen eigenen Wünschen trifft. Das ändert sich aber meist vollständig, lässt man ihn beim Spaziergang von der Leine. Der Afghanische Windhund kann sehr schnell außer Sichtweite rennen und kommt zunächst fast nie auf Ruf oder Pfiff zurück, ehe er selbst der Meinung ist, dass es nun für ihn reicht. Man soll sich nur nicht der Illusion hingeben, dass man mit Gewalt dieses Verhalten ändern kann. Man würde nur einen ängstlichen Hund haben, der auch nicht besser folgen wird.

Seinen Charakter brechen heißt seinen Stolz brechen, und dieser würdevolle Stolz macht seinen Charme aus.
So anhänglich und liebevoll der Afghanische Windhund ist, so eng verbunden seinen Menschen, er ist ein Jagdhund! Die Jagdleidenschaft ist ein ererbtes, wesentliches Merkmal seines Charakters und gehört zu ihm wie seine Eigenwilligkeit. Man muss damit rechnen und sich damit abfinden, wenn man ihn als Hausgenossen erwählt.
Der Afghanische Windhund liebt seine Menschen sehr und ist geduldig, besonders liebt er Kinder und ist überall glücklich, wenn er dabei sein darf. Nur in engem Kontakt mit seinen Menschen lässt er den besonderen Reiz seines Wesens erkennen. Daraus versteht sich von selbst, dass er nicht im Zwinger gehalten werden sollte, jedenfalls auf keinen Fall überwiegend. Er ist klug und manchmal ausgesprochen clever, so dass es passieren kann, dass er seine Menschen austrickst. Fast alle erwachsenen Afghanischen Windhunde sind wachsam und fühlen sich verantwortlich für ihre Familie und alles was dazu gehört. Sie sind keine Kläffer. Wegen ihres schon erwähnten guten Gedächtnisses vergessen sie nie Menschen und Situationen, von denen ihnen Gutes oder Böses geschah und alle für sie besonderen Ereignisse.

Geschichte

In der Heimat des Afghanischen Windhundes gab es im Wesentlichen zwei unterschiedliche Schläge, von der Landschaft geprägt, in der sie zur Jagd verwendet wurden. Der Windhund des Gebirges, der auch Steinwild jagte, war kleiner, kürzer und breiter, stärker gewinkelt und stärker behaart. Er brauchte für seine Arbeit Kraft, Wendigkeit und Sprungvermögen, besondere Schnelligkeit hingegen war dafür nicht das Wichtigste. Anders der Jäger für Steppen und Hochflächen. Er war größer, länger, weniger gewinkelt und schwach behaart, leichter aber schneller, eher dem Saluki ähnlich als dem Jäger des Gebirges. Beide Schläge wurden wohl hauptsächlich nach ihrem Gebrauchswert, nach ihrer Fähigkeit für die Jagd gehalten bzw. gelegentlich gezüchtet.

Obwohl die Ausfuhr des Afghanischen Windhundes bei Strafe verboten war, kamen Ende des 19. Jahrhunderts doch schon einige nach England. Im Jahre 1907 brachte dann Captain John Barff den Rüden Zardin mit nach England, einen Afghanischen Windhund von hervorragender Qualität. Er war das von allen akzeptierte Modell, nach dem 1912 der erste Standard für die Rasse erstellt wurde.
1920 brachte Major Bell Murray eine Gruppe Afghanischer Windhunde nach England, die völlig anders aussahen als Zardin. Die Hunde stammten aus dem ebenen Teil Afghanistans, während Zardin den Gebirgstyp zeigte. Trotzdem gehen alle heute in der Welt lebenden Afghanischen Windhunde außer in Afghanistan mehr oder weniger auf diese Importe zurück, die man Steppen- und Flachland-Afghanen oder nach ihrem Importeur Bell-Murray-Afghanen nannte.

1929 kam der kleine Rüde Sirdar of Ghazni nach England. Der Afghanische Windhund stammte aus dem Zwinger des damaligen Königs von Afghanistan Amanulla. Er war ein typischer Vertreter des Gebirgstyps und wurde als der beste Afghanische Windhund seit Zardin bezeichnet. Importiert wurde er von Mrs. Amps, deren Zwingername of Ghazni diesem Typ den Namen gab, so dass man seither vom Ghazni-Typ oder Bergtyp spricht.
Bei uns sah man erstmals Afghanische Windhunde auf einer Hundeausstellung 1932. Im gleichen Jahr wurde der erste Afghanische Windhund im Dt. Windhundzuchtbuch eingetragen, der erste im DWZB eingetragene Wurf fiel 1940.

Haare

An den Rippen, an der Vor- und Hinterhand und an den Flanken lang und von sehr feiner Textur. Bei erwachsenen Hunden von den Schultern an rückwärts und entlang des Sattels kurz und dicht. Von der Stirn an nach hinten lang, mit einem markanten, seidigen Haarschopf («top-knot»).
Haar am Vorgesicht kurz. Ohren und Läufe gut behaart. Die Vordermittelfüße dürfen kahl sein. Das Haarkleid muss sich natürlich entwickeln. Jeder Hinweis auf Schneiden oder Scheren ist zu bestrafen.

Spezifisches

Die Afghanenmyelopathie ist eine vermutlich erblich bedingte Erkrankung des Rückenmarks, die zu einer vollständigen Gliedmaßenlähmung führt.

 

 

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Kommentare

Samstag, 16 März, 2019 - 22:17
Juliane22

Wenn ihr öfters mit Fahrrad und Hund unterwegs sein wollt, dann gibt es noch einige andere Dinge, die man ausserhalb des Trainings beachten sollte. Eine Wasserflasche für den Hund finde ich am wichtigsten. Dann solltet ihr grosszügig je nach Trainingsstand des Hundes alle 15 Minuten mal eine Pause für ihn einlegen und ihm Wasser anbieten.

Wir nehmen ausserdem immer ein Notfallset für uns und den Hund mit. Es kommt immer wieder mal vor, dass sich unser Hund an den Pfoten verletzt und wir ihm die Pfoten verbinden oder zwischendrin reinigen müssen.

Grüße Juliane

Anzahl an Kommentaren: 3
Sonntag, 17 Februar, 2019 - 15:49
Enes_51

Hi Anne,

Lange Haaren und Allergien im Allgemeinen haben keinen Zusammenhang. Es gibt Hunde, die haaren kaum und es gibt Hunde mit kurzem Fell, die extrem viel Haare verlieren. Allerdings gibt es Hunde, dir für Allergiker geeignet sind. Diese Hunderassen haben langes und kurzes Fell. Die Länge des Harrkleids macht da keinen Unterschied. 
Bekannte Rassen dafür sind Schnauzer, Terrier, Nackhunde und Wasserhunde. Das sind in der Regel eher kleinere Hunderassen, aber es gibt auch Kreuzungen, mit den guten Eigenschaften der Allergiker Rassen. DIe Kreuzungen findest Du aber eher selten in Tierrheimen ...

GLG Enes

Anzahl an Kommentaren: 4
Freitag, 1 Februar, 2019 - 22:26
Malou_1966

Hallo,

grundsätzlich ist es ja auch die Sache jedes Halters wie er seinen Hund oder seine Hündin halten will. Wir haben eine Hündin die richtig kastiert ist. Sie wurde mit knapp einem Jahr glaub ich kastiert und ist mittlerweile 12. Als Jagdhund ist sie auch mit Kastration immerr noch sehr tempramentvoll. Ausserdem ist sie weder übermässig kuschelig noch überhaupt nicht an Körperkontakt interessiert. Ich finde die Kastration hatte absolut keine negativen Auswirkungen auf ihre Gefühlsweilt im Allgemeinen.

Ich hatte davor noch nie eine Hündin ohne Kastration und kenne den Unterschied nicht ganz genau, aber im Vergleich zu all den anderen Hundehaltern die wir übers Jahr immerr so treffen ist sie kein bisschen unglücklicher oder inaktiver als andere.

Grü0e Malou

Anzahl an Kommentaren: 9
Mittwoch, 4 September, 2019 - 22:04
Lisa-1985

Hi,

Unser Hund musste erstmal an das Fahrrad gewohnt werden. Anfangs mochte er das Fahrrad nicht mal in seiner Nähe und hat es angebellt. Zu der Zeit dachte ich erstmal das wird nie was. Wir haben ihn dann aber mit Leckerlis jeden Tag an das Fahrrad gewöhnt und irgendwann hat er sogar das Beissen in die Leine am Fahrrad sich abgewöhnt. Wir haben ihm die Leckerlis immer auf der rechten Seite des Fahrrads gegeben und ihn so an die Seite gewöhnt, die vom Verkehr abgewendet ist.

Dann haben wir mit einem Aufmerksamkeits Befehl "Nelly Achtung" immer angekündigt, dass er auf mich achten muss, um einen Richtungswechsel oder einen Stop zu erkennen. Das Ganze natürlich erstmal au Feldwegen geübt und dann nach ein paar Wochen auch mal kurze Stücke im Stadtverkehr. 

Das hat gut geklappt bis jetzt, aber wir sind am Überlegen, ob ein Klicker jetzt vielleicht mehr bringt.

GLG Lisa

Anzahl an Kommentaren: 3
Mittwoch, 21 Juni, 2017 - 18:00
Tammo_29

Hi,

Kastrierte Hündinnen sind auch nicht weniger glücklich und friedlich als nicht kastrierte. Am Wesen ändert eine Kastration meiner Erfahrung nach nichts! Ich persönlich würde eine Hündin nur dann kastrieren lassen, wenn es notwendig ist (Gebärmutterkrebs, ständige Scheinträchtigkeit, unkastrierter Rüde im Haus usw... ).
Wenn kein wichtiger Grund vorliegt, warum sollte ich dann eine Hündin kastrieren lassen, ausser ich bin faul und mag nur Hunde die keinen Dreck verursachen. Dann sollte man sich aber so oder so keine Hunde anschaffen.

Grüße Tammo

Anzahl an Kommentaren: 9

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