Aktuelle Themen

© WavebreakmediaMicro - fotolia.com
© Mila Supynska - fotolia.com
© Yvonne Global Gadgets seller - Amazon

Hundeführerschein

© Jenny Sturm - fotolia.com

Bewertung abgeben: 

4.166665
Average: 4.2 (6 votes)

You Tube Video: 

Der Hundeführerschein wurde entwickelt, um dem Halter die Möglichkeit zur Dokumentation zu geben, dass er seinen Hund im Alltag sicher unter Kontrolle hat und weder andere Menschen noch Hunde gefährdet. In der Führerscheinprüfung müssen die Hundehalter dies in typischen Alltagssituationen unter Beweis stellen und außerdem Fragen über gesetzliche Regelungen, Lernverhalten und Kommunikation von Hunden, Verhalten des Besitzers in der Öffentlichkeit sowie Gesundheit und Aufzucht von Hunden beantworten.

Der Hundeführerschein wird bereits in einigen Bundesländern, u. a. in Niedersachsen, als Sachkundenachweis anerkannt. In anderen Bundesländern entscheiden die zuständigen Ortsbehörden über eine Anerkennung.

Die Prüfung für den Hundeführerschein ist sehr umfangreich. Im praktischen Teil beobachten die Prüfer Hund und Halter in typischen Alltagssituationen - im Café, wenn der Hund unterm Tisch liegt und der Kellner kommt, beim Bummel in der Fußgängerzone und beim Spaziergang ohne Leine im Park. „Der Hund darf seine Umwelt weder gefährden noch belästigen“, betont BHV-Vorsitzender Rainer Schröder. Im Theorie-Teil müssen die Hundebesitzer 40 Fragen zu Hundeverhalten und –erziehung beantworten.

Auch die Besitzer schwieriger, unsicherer Hunde können den Führerschein bestehen, unterstreicht Schröder: „Bedingung ist, dass der Hundehalter durch weitsichtiges Handeln das Verhalten seines Hundes sicher kontrolliert.“

Der Hundeführerschein wird in einigen Bundesländern als Sachkundenachweis anerkannt, in den anderen Bundesländern liegt er zur Prüfung vor.

Die Hundesteuer mit dem Hundeführerschein sparen

Je nach Bundesland spart man sich die Hundesteuer, wenn man einen Hundeführerschein macht und den Hund aus einem Tierheim besorgt. Dazu muss man nur den Nachweis zum Hundeführerschein erbringen und den entsprechenden Antrag stellen.

Mit dem Hundeführerschein die Leinenpflicht lockern

In einigen Bundesländern soll die allgemeine Leinenpflicht gelockert werden, wenn der Hundebesitzer über einen Sachkundenachweis in Form eines Hundeführerscheins verfügt.

Die Hundeführerschein-Prüfung

Der Prüfungstag startet mit einer Theorieprüfung. Es müssen 40 von 161 Fragen zu gesetzlichen Regelungen, Lernverhalten und Kommunikation von Hunden, Verhalten des Besitzers in der Öffentlichkeit sowie Gesundheit und Aufzucht von Hunden beantwortet werden. Voraussetzung zum Bestehen sind mindestens 80 % richtige Antworten. Wer die Theorieprüfung bestanden hat, kann anschließend in die praktische Prüfung gehen. So oder ähnlich sind die Vorgaben der Prüfungen je nach Bundesland für den Hundeführerschein.

Themenbereiche der theoretischen Prüfung

  • Sozialverhalten
  • Kommunikation
  • Lerntheorie, Erziehung, Ausbildung
  • Angst und Aggression
  • Haltung und Pflege
  • Rassekenntnisse
  • Ernährung
  • Fortpflanzung
  • Hunde & Recht

Die praktische Prüfung ist eine Einzelprüfung und findet in verschiedenen Umgebungen statt: in ablenkungsarmer Umgebung, im Hundeauslaufgebiet und in städtischer Umgebung. Übungen wie Sitz, Platz und Bleib gehören genauso dazu wie Handling-Übungen z. B. das Anlegen eines Maulkorbs oder der Fixiergriff. Besonderer Wert wird auf das umsichtige und vorausschauende Verhalten des Hundehalters in der Öffentlichkeit gelegt. Prüferobfrau Dr. Katrin Hagmann: „Deshalb können auch Besitzer schwieriger, unsicherer Hunde den Führerschein ablegen, wenn der Halter durch weitsichtiges Handeln das Verhalten seines Hundes sicher kontrollieren kann."

 

Kosten des Hundeführerscheins

 

Ein Hundeführerschein mit theoretischem und praktischem Teil kostet ca.100 Euro (80 + 20 Euro)

Prüfungsvoraussetzungen für den Hundeführerschein

Zur Hundeführerscheinprüfung kann jede Hundeschule ihre Kunden anmelden, die mind. 16 Jahre alt sind und eine gültige Haftpflichtversicherung für den Hund nachweisen. Der zu prüfende Hund muss mindestens 12 Monate alt sein, einen ausreichenden Impfschutz haben und durch einen implantierten Mikrochip (Transponder) identifizierbar sein.

Zur Vorbereitung auf die Prüfung ist es sinnvoll, das bereits vorhandene Wissen und Können durch eine gezielte Schulung einer qualifizierten Hundeschule aufzufrischen oder zu vervollständigen. Die theoretischen Fragen beziehen sich ausschließlich auf wissenschaftliche Erkenntnisse, rechtliche Grundlagen und Gesetze der Lerntheorie.

Für die praktische Prüfung werden Situationen in außerstädtischem und städtischem Gebiet überprüft. Der Hund sollte in beiden Bereichen von dem Hundehalter kontrollierbar und gut zu führen sein.

Den Hund registrieren

Wer einen Hund hält, hat vor Vollendung des siebten Lebensmonats des Hundes gegenüber der das zentrale Register (§ 16) führenden Stelle Folgendes anzugeben:

  1. seinen Namen, bei natürlichen Personen auch Vorname, Geburtstag und Geburtsort,
  2. seine Anschrift,
  3. das Geschlecht und das Geburtsdatum des Hundes,
  4. die Rassezugehörigkeit des Hundes oder, soweit feststellbar, die Angabe der Kreuzung und
  5. die Kennnummer des Hundes (§ 4 Satz 1).

Ist der Hund bei der Aufnahme der Hundehaltung älter als sechs Monate, so sind die Angaben innerhalb eines Monats nach Aufnahme der Hundehaltung zu machen.

Hundeversicherung

Der Hund muss mittels Mikrochip gekennzeichnet sein sowie bei einer haftpflichtversicht sein (es gelten Mindestversichungssummen in Höhe von 500 000 Euro für Personenschäden und von 250 000 Euro für Sachschäden).

Google Anzeige

Alles für den Hund von Amazon

Kommentare

Sonntag, 30 Dezember, 2018 - 21:45
Naia48

Hi,

mit meinem 32 Kilo muskelbepacktem Hund komme ich mit normalen Leinen nicht aus. Günstige Flex-Leinen und anderes habe ich ausprobiert, aber die gehen innerhalb von 2 Monaten kaputt. Damit habe ich mich der 10 Meter Schleppleine zugewendet und bin dabei geblieben. Da er ein ziemlich tauber Jagdhund ist und wir immer auf Feldern oder im Wald unterwegs sind muss ich ihn rechtzeitig einfangen, bevor er Wild verfolgt oder Schlimmeres.

Bisher hat es zwar ganz gut gekappt, aber wenn ich die Leine mal nicht in der Hand hab und wir auf dn Feldern unterwegs sind, war es schon ein paar Mal ganz schön knapp. Vor allem wenn es geregnet hat und der Biden rutschig ist, dann ist mir ein paar Mal die Leine unter dem Schuh durchgeflutscht.

Habt ihr Tipps , was ich noch machen kann?

LG Naia

Anzahl an Kommentaren: 4
Freitag, 15 September, 2017 - 22:22
Mathilda-2001

Hallo,

Du kannst das Klicker-Training gut einsetzen, um ihm das Anspringen abzugewöhnen. Das Training dazu bietet sich aber eher in einem abgegrenzten Bereich an, damit Du die Begegnung mit anderen Hunden kontrolliert durchführen kannst. Einfacher ist das mit einem Hundetrainer oder einer Hundegruppe aus der Nachbarschaft, als das Training einfach beim normalen Gassigang durchführen zu wollen.

Wir haben unsere Hunde anfangs auch mit Klicker trainiert. Das klappte mit unseren Rassen einfach so schnell, dass man nur wenige Wiederholungen für Kommandos braucht, bis der Hund das gelernt hat.

Grüße Mathilda

Anzahl an Kommentaren: 10
Dienstag, 16 Mai, 2017 - 22:47
Tammo_29

Moin,

Einige Hundehalter verpassen einfach den besten Zeitpunkt zur Schulung des sicheren Rückrufes. Dabei darf der Hund zuvor frei und unkontrolliert durch die Gegend laufen. Dadurch wird die vom Hund selbstgewählte Distanz zum Menschen immer größer und damit die Erfolge beim Rückruf des Hundes immer geringer. Langsam, aber sicher wird der Hund immer mehr in seinem flaschen Verhalten bestätigt und das – traurige – Ende vom Lied ist ein Hund, der gar nicht mehr von der Leine gelassen werden kann. Das ist meiner Meinung nach der gösste Fehler und beste Ansatzpunkt, um den Hund zuverlässig zu sich herrufen zu können.

Grüße Tammo

Anzahl an Kommentaren: 7
Samstag, 11 März, 2017 - 23:30
Georg-16

Moin moin

Klicker sind die besten Hundetrainer :) Keine andere Trainingshilfe hat so gut geholfen unserer Kleinen viele Kunststück beizubringen. Was vorher 50 Wiederholungen über Tage gebraucht hat bis sie ein Kunststück mit ner Menge Leckerlis gelernt hat, dauert jetzt nur noch halb so lang. Ausserdem braucht man nicht so viele Leckerlis, was ja auch nicht schlecht ist:)

Grüße Georg

Anzahl an Kommentaren: 10
Sonntag, 8 Oktober, 2017 - 22:54
Nika_53

Hi,

Euren Hund solltet ihr keinesfalls ins Wasser zwingen. Wenn der Hund vehement das Wasser ablehnt, müsste ihr halt besonders an warmen Sommertagen darauf achten eine Überhitzung oder einen Hitzschlag zu vermeiden. Wenn er gezwungen wird, manifestiert sich die Angst nur noch mehr und es wird nur noch schwieriger.
Wir haben mit unserem Hund einfach mit einem Holzstock am Strand Aportierspiele gespielt. Dabei ist der Holzstock am Anfang immer auf dem Boden gelandet. Danach haben wir den Stock immer öfter in  das seichte Wasser geworfen. Am Ende gingen vereinzelt Würfe ins tiefere Wasser und die Hunde konnten bereits eine ganz kurze Strecke schwimmen. Wir haben den Kontakt mit dem Wasser dann meist mit einem Leckerli belohnt.

LG Nika

 

Anzahl an Kommentaren: 4

Tierheime

Hundefutter - Was Sie schon immer wissen wollten

Amazon Tipps